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Direktmarkierung

Direktmarkierung bezeichnet ein Verfahren der industriellen Kennzeichnung, bei dem Informationen unmittelbar auf die Oberfläche oder in das Material eines Produkts, Bauteils oder einer Verpackung eingebracht werden – ohne dass dafür ein separater Träger wie ein Etikett zum Einsatz kommt. Die Kennzeichnung entsteht direkt am Objekt selbst, entweder durch Materialabtrag, Materialverformung oder durch das Auftragen von Farbe beziehungsweise Tinte auf die Oberfläche.

Chargennummer Direktmarkierung auf einer Flasche

Im Unterschied zur Etikettierung, bei der eine bedruckte Folie oder ein Papierstreifen aufgeklebt wird, benötigt die Direktmarkierung kein zusätzliches Trägermaterial. Die Kennzeichnung wird damit fester Bestandteil des Objekts und lässt sich weder ablösen noch versehentlich entfernen. Inhalte können Klartext, Ziffern- und Buchstabenfolgen, ein- oder zweidimensionale Codes wie Barcodes und DataMatrix-Codes sowie grafische Elemente wie Logos sein.

Zur Umsetzung kommen unterschiedliche physikalische Wirkprinzipien zum Einsatz. Materialabtragende Verfahren, etwa die Lasermarkierung, entfernen gezielt Oberflächenschichten oder verändern die Materialstruktur, um einen dauerhaften Kontrast zu erzeugen. Mechanisch verformende Verfahren wie Nadelprägung oder Ritzmarkierung drücken beziehungsweise ritzen die Kennzeichnung ins Material ein. Additive Verfahren wie der Tintenstrahldruck tragen dagegen Farbe oder Tinte berührungslos auf die Oberfläche auf, ohne das Material selbst zu verändern.

Gemeinsames Merkmal aller Verfahren ist die hohe Beständigkeit der Kennzeichnung gegenüber äußeren Einflüssen wie Abrieb, Hitze, Feuchtigkeit oder chemischen Substanzen. Klassische Etiketten erreichen dieses Niveau an Dauerhaftigkeit in der Regel nicht.

Synonyme

Direct Part Marking (DPM)

Direktbeschriftung

Direktkennzeichnung

Direct Product Marking

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