Das Recyclingzeichen für Papierverpackungen erklärt
Nachhaltigkeit spielt heute eine immer wichtigere Rolle – auch im Bereich der Verpackung und Kennzeichnung. Wer auf Verpackungen aufmerksam hinsieht, entdeckt häufig kleine Recyclingsymbole mit den Kürzeln PAP 20, PAP 21 oder PAP 22. Doch was bedeuten diese Symbole eigentlich?
Das PAP-Symbol – Erkennungszeichen für Papier, Karton und Pappe
Die Abkürzung „PAP“ steht für Papier (engl. Paper) und ist Teil des international genormten Recycling-Codes nach DIN EN ISO 1043 bzw. DIN 6120.
Das Symbol besteht aus dem bekannten Dreieck aus drei Pfeilen, das den geschlossenen Recyclingkreislauf darstellt. Jeder der drei Pfeile steht dabei für ein zentrales Prinzip der Nachhaltigkeit – die sogenannten drei R:
- Reduce (Reduzieren) – so wenig Material wie möglich einsetzen.
- Reuse (Wiederverwenden) – Verpackungen oder Materialien mehrfach nutzen.
- Recycle (Wiederverwerten) – Stoffe im Kreislauf halten und neu aufbereiten.
In der Mitte des Dreiecks steht eine Zahl, die angibt, um welche Art von Papiermaterial es sich handelt.
Die Unterschiede zwischen PAP 20, 21 und 22
- ♻️ PAP 20 – Wellpappe
Kennzeichnet mehrlagige Kartonverpackungen mit einer gewellten Zwischenschicht, wie sie bei Versandkartons oder Transportverpackungen üblich sind.
→ Entsorgung: Altpapier (Blaue Tonne) - ♻️ PAP 21 – Vollpappe
Wird für massive Kartonarten verwendet, zum Beispiel für Faltschachteln oder Schuhkartons.
→ Entsorgung: Altpapier (Blaue Tonne) - ♻️ PAP 22 – Papier
Kennzeichnet reines Papiermaterial, etwa Briefumschläge, Etiketten oder Papierverpackungen.
→ Entsorgung: Altpapier (Blaue Tonne)
Warum diese Kennzeichnung wichtig ist
Durch die klare Materialkennzeichnung mit dem PAP-Zeichen können Verbraucher und Recyclingbetriebe Verpackungen leichter sortieren und wiederverwerten. So wird sichergestellt, dass wertvolle Rohstoffe im Kreislauf bleiben und weniger Abfall entsteht.
Für Unternehmen bedeutet die korrekte Kennzeichnung außerdem Transparenz und Umweltbewusstsein – zwei Faktoren, die bei Kunden heute stark gefragt sind.
Welches Drucksystem wird für das PAP-Zeichen benötigt?
Damit das PAP-Symbol dauerhaft, kontrastreich und normgerecht auf Wellpappe, Vollpappe oder Papier erscheint, brauchst du ein geeignetes Kennzeichnungssystem.
Für Wellpappe im Versandbereich kommt häufig ein industrielles Inkjet-System wie der HSAJET MCX zum Einsatz. Dieses System arbeitet mit hochauflösendem Tintenstrahldruck (High Resolution Inkjet) und eignet sich ideal für:
- Recyclingcodes wie PAP 20
- Logos und Piktogramme
- Barcodes und QR-Codes
- variable Daten (Datum, Charge, etc.)
Der Vorteil:
Du druckst direkt inline im Produktionsprozess – kontaktlos, schnell und präzise. Auch bei rauen Oberflächen wie Wellpappe bleibt das Druckbild sauber und gut lesbar.
Für Faltschachteln oder Papierverpackungen können alternativ Flexodruck, Digitaldrucksysteme oder thermische Inkjet-Drucker eingesetzt werden – je nach Auflage, Druckgeschwindigkeit und Integrationsgrad in die Verpackungslinie.
So stellst du sicher, dass das PAP-Zeichen nicht nur korrekt, sondern auch dauerhaft sichtbar auf der Verpackung erscheint.