Lebensmittelindustrie
Flexible Kennzeichnungssysteme für wechselnde Produkte und Verpackungsformate
Auf Lebensmittelverpackungen stehen viele verpflichtende Informationen. Dazu gehören je nach Produkt das Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verbrauchsdatum, Chargen- und Lotnummern, Produktionscodes, Barcodes sowie weitere Angaben für Logistik und Rückverfolgbarkeit. Diese Daten müssen nicht nur korrekt sein, sondern auch unter schwierigen Bedingungen gut lesbar bleiben. Denn viele Produkte werden gekühlt gelagert, sind feucht, kommen mit Temperaturwechseln in Kontakt oder werden beim Transport stark beansprucht.
Besonders wichtig ist die Rückverfolgbarkeit. Wenn es einmal zu einer Reklamation oder einem Rückruf kommt, muss schnell erkennbar sein, wann und wo ein Produkt produziert wurde und welche Charge betroffen ist. Ohne eindeutige Kennzeichnung ist das kaum möglich. Ein gutes Kennzeichnungssystem sorgt deshalb nicht nur für Ordnung, sondern schützt auch Hersteller, Handel und Verbraucher.
Was braucht die Produktion?
In der Praxis sind viele Lebensmittelproduktionen sehr dynamisch. Verpackungsarten wechseln, Sorten werden regelmäßig umgestellt und oft laufen mehrere Produkte nacheinander auf derselben Linie. Kennzeichnungslösungen müssen deshalb flexibel sein und sich schnell auf neue Inhalte und Formate einstellen lassen. Gleichzeitig soll die Bedienung einfach sein, Druckdaten sollen sicher verwaltet und Fehldrucke müssen möglichst vermieden werden.
Dazu kommt das Thema Hygiene. Gerade in sensiblen Bereichen muss Kennzeichnungstechnik leicht zu reinigen sein und so gebaut, dass sie sich problemlos in hygienische Produktionsumgebungen integrieren lässt. Das gilt besonders für Fleisch, Aufschnitt und frische Produkte.
Welche Technologien werden eingesetzt?
Welche Kennzeichnungstechnik am besten geeignet ist, hängt stark vom Material und dem Produkt ab. In der Lebensmittelindustrie kommen häufig berührungslose Verfahren zum Einsatz, insbesondere Inkjet-Druck oder Lasermarkierung. Wichtig ist vorrangig, dass die Kennzeichnung auf dem jeweiligen Material zuverlässig funktioniert. Ob Folie, Karton, Kunststoff, Glas oder Metall spielt dabei eine entscheidende Rolle. Gleichzeitig muss die Druckqualität auch bei hohen Geschwindigkeiten stabil bleiben.
Moderne Systeme lassen sich außerdem zunehmend digital einbinden. Druckdaten können direkt aus IT-Systemen übernommen werden, wodurch manuelle Eingaben reduziert werden. Das spart Zeit, senkt das Fehlerrisiko und erhöht die Prozesssicherheit. Auch Themen wie Serialisierung, Track-and-Trace und Anbindung an Qualitätsmanagementsysteme gewinnen immer stärker an Bedeutung.
Kennzeichnung von Convenience-Produkten
Convenience-Produkte wie Salate, Fertiggerichte oder Snacks müssen besonders zuverlässig gekennzeichnet werden, da sie meist gekühlt gelagert werden und kurze Haltbarkeiten haben. Mindesthaltbarkeitsdatum, Produktionsdaten und Chargencodes müssen auch bei Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen klar lesbar bleiben. Flexible Kennzeichnungssysteme ermöglichen schnelle Produktwechsel und sorgen für reibungslose Abläufe in der Produktion.
Kennzeichnung von Süßwaren
In der Süßwarenproduktion läuft vieles in hoher Geschwindigkeit und in großen Mengen. Gleichzeitig wechseln Sorten und Verpackungsdesigns häufig. Kennzeichnungssysteme müssen daher schnell und präzise arbeiten, ohne den Produktionsfluss zu stören. Chargencodes, MHD und Produktionskennzeichnungen sichern die Rückverfolgbarkeit und helfen dabei, Prozesse im Handel und in der Logistik sauber abzubilden.
Kennzeichnung von Konservendosen
Konservendosen bestehen meist aus Metall und sind häufig lackiert oder beschichtet. Dadurch muss die Kennzeichnung besonders gut haften und kontrastreich sein. Codes und Datumsangaben müssen auch nach längerer Lagerzeit noch eindeutig lesbar bleiben. Lotnummern und Produktionsdaten sorgen zusätzlich für eine sichere Rückverfolgbarkeit und erfüllen alle relevanten gesetzlichen Vorgaben.
Kennzeichnung von Glaskonserven
Verpackungen aus Glas sind optisch hochwertig, stellen aber beim Druck besondere Anforderungen. Auf glatten Oberflächen müssen Codes sauber und wischfest aufgebracht werden, damit sie auch bei Feuchtigkeit oder Kondenswasser stabil lesbar bleiben. Ob auf dem Deckel, dem Etikett oder direkt auf dem Glas: Eine klare Kennzeichnung sorgt für Sicherheit und eine eindeutige Zuordnung zu Charge und Produktion.
Kennzeichnung von Fleisch und Aufschnitt
Bei Fleisch und Aufschnitt steht Produktsicherheit an erster Stelle. Verpackungen wie Folien, Schalen oder Vakuumbeutel müssen sauber und hygienisch gekennzeichnet werden, oft in gekühlter Umgebung. Verbrauchsdatum, Chargen- und Lotnummern sowie Produktionsdaten müssen klar lesbar sein, um Qualitätskontrollen zu unterstützen und bei Bedarf schnelle Rückrufe zu ermöglichen.
Kennzeichnung von frischen Lebensmitteln
Frische Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Backwaren oder frische Kühlprodukte benötigen eine schnelle und zuverlässige Kennzeichnung, weil die Haltbarkeit oft sehr kurz ist. Unterschiedliche Verpackungstypen und häufige Produktwechsel verlangen flexible Systeme, die Mindesthaltbarkeitsdatum und Chargeninformationen sicher aufbringen. Das stärkt die Qualitätssicherung und sorgt dafür, dass Produkte jederzeit nachvollziehbar bleiben.