Thermal-InkJet-Drucker

Thermal-InkJet-Drucker werden überwiegend im industriellen Einsatz zur Produktkennzeichnung verwendet.

Thermal-Inkjet-System HSAJET
Abbildung: Hochauflösendes HSAJET-Drucksystem für die präzise, industrielle Produktkennzeichnung und Verpackungsbeschriftung mit einer Auflösung von bis zu 600 dpi.

Das Thermal-InkJet-Verfahren (TIJ-Verfahren) ist eine Entwicklung des Druckerherstellers Hewlett Packard (HP) aus den USA. Prinzipiell ist die HP-Thermal-Inkjet-Technik vergleichbar mit der Technik von Bürotintenstrahldruckern. Die Schreibköpfe bestehen in der Hauptsache aus Kartuschen, in denen sowohl die Druckdüsen als auch das Tintenreservoir untergebracht sind. Für kleine und leichte handgeführte Geräte werden HP TIJ 1.0 Kartuschen angeboten. Die größere Verbreitung hat jedoch die HP TIJ 2.5 Kartusche, die in stationären industriellen Kennzeichnungsanlagen eingesetzt wird.

Funktionsweise

Die Tinte steigt beim Thermal-InkJet-Verfahren durch Kapillarwirkung aus dem Tintenreservoir in Richtung der Düsen. Den Düsenöffnungen vorgelagert befinden sich elektrische Thermoelemente, welche die im Düsenkanal befindliche Tinte bis zur Entstehung einer Gasblase erwärmen. Wird eine für die verwendete Tinte ausreichende Temperatur erreicht, platzt diese Gasblase und ein Tintentropfen wird aus der Düsenöffnung herausgeschleudert. Der Tintentropfen kann durch die Energie, die beim Zerplatzen der Gasblase entsteht, eine Strecke von ca. 5 mm zur Oberfläche des Bedruckstoffes fliegen. Durch den Volumenverlust im Düsenkanal kann mittels der Kapillarwirkung weitere Tinte aus dem Reservoir nachfolgen. Dieser Vorgang kann präzise gesteuert bis zu 15.000 mal pro Sekunde erfolgen.

Synonyme

Siehe auch

Weblinks

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