InkJet-Druckkopf

Mit dem Inkjet-Druckkopf wird bei einem Tintenstrahldrucker die Tinte in Tropfen berührungslos auf den Bedruckstoff gesprüht.

Bei industriellen Druckköpfen zur Verpackungs- und Produktkennzeichnung unterscheidet man zwei Verfahren:

Continuous InkJet (CIJ)

Beim Continuous-InkJet-Verfahren wird die Tinte beständig umgepumpt. Im Druckkopf wird mittels eines Schwingelementes der Tintenstrahl in einzelne Tropfen zerlegt. Bis zu 100.000 Tröpfchen werden so pro Sekunde erzeugt. Hiervon können bis zu 30 % für Beschriftungen verwendet werden. Diese Tropfen werden durch Aufladung und Hochspannung auf die Produktoberfläche abgelenkt.

Das Druckbild entsteht durch die Bewegung der Produkte. Der große Vorteil liegt in der sehr hohen Druckgeschwindigkeit. In der Industrie werden zudem die kurze Trocknungszeit und der geringe Tintenverbrauch geschätzt.

Drop on Demand (DOD)

Beim DOD-Verfahren wird nur dann Tinte freigegeben, wenn sie benötigt wird. Die Druckköpfe unterscheiden sich nach folgenden Technologien:

Ventiltechnik/Stößeltechnik

Bei diesen Druckköpfen steuern Elektromagnete beziehungsweise Nadelventile den Tintenstrom. Diese Art von Druckkopf ist daher relativ langsam und das Druckbild etwas gröber. Dafür können große Tintenmengen auf das Produkt oder die Verpackung abgegeben werden.

Thermal InkJet (TIJ)

Diese Thermo-Tintentechnik benutzt ein kleines, elektrisches Heizelement. Die Signiertinte wird bis zur Entstehung einer Gasblase erhitzt. Durch das Zerplatzen dieser Blase wird ein Tintentropfen aus der Düse geschleudert. Je nach Ausführung haben TIJ-Druckköpfe bis zu 300 Düsen, die bis zu 15.000 Tropfen/Sekunde erzeugen. Der Vorteil dieser hochauflösenden Drucksysteme ist eine gestochen scharfe Schrift.

Piezo InkJet (PIJ)

Diese Beschriftungsköpfe erzeugen Tintentropfen durch das Anlegen einer Spannung an einen piezoelektrischen Keramikwerkstoff. Die Druckköpfe vom Hersteller Xaar können bis zu zwei Reihen mit je 500 Düsen enthalten. Der Durchmesser dieser Düsen ist kleiner als der eines menschlichen Haares und jede einzelne Düse kann bis zu 42.000 Tintentropfen pro Sekunde abfeuern. Der einzelne Tropfen bewegt sich dabei mit einer Geschwindigkeit von bis zu 6 Meter pro Sekunde. Diese Drucker sind besonders gut geeignet für die Kennzeichnung mit variablen Informationen auf Umverpackungen – wie z.B. Kartons für Lebensmittel, Getränke, Pharmazie- und Haushaltsprodukte.

Synonyme

Siehe auch

Weblinks

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