Signierfarbe

Signierfarbe im Lexikon der Signiertechnik

Signierfarbe ist der Oberbegriff für die Farbsorten, die ursprünglich für die großformatige Kennzeichnung und Beschriftung verschiedenster Materialien in Versandabteilungen wie Kisten, Kartons, Fässer usw. mittels Pinsel, Füllroller, Schaumgummirolle, Aerosolspray und Schablonen vorgesehen waren.

Mittlerweile sind durch den allgemeinen Sprachgebrauch die Grenzen etwas fließender geworden, man rechnet jetzt auch Farben hinzu, die mittels großformatiger Signierstempel oder Signiersysteme verarbeitet werden können.

Signierfarbe besteht aus zwei Hauptbestandteilen, dem Farbmittel und dem Bindemittel.
Die Farbmittel sind das, was wir als die "Farbe" wahrnehmen, sie dienen dazu das Material einzufärben.
Die Bindemittel sorgen für die Haftung der Farbmittel auf dem Bedruckstoff und schützen die Farbmittel vor mechanischen Abrieb, des Weiteren sorgen sie dafür, dass die Signierfarbe auch trocknet.

Die Signierfarbe muss drei Hauptaufgaben erfüllen:

  1. Sie muss muss in den Bedruckstoff eindringen und an der Oberfläche härten (nicht durchschlagen).
  2. Sie muss schnell trocknen, so dass sie nicht verschmiert.
  3. Sie muss für das jeweilige Kennzeichnungsverfahren die richtige Viskosität (= Konsistenz bzw. Zähigkeit) haben. So gibt es kurze (dünnflüssige) und lange (zähklebrige) Signierfarbe. Die Konsistenz wird mit dem Viskosimeter  gemessen.

Man unterscheidet weiterhin zwischen lasierender (durchscheinender) und deckender Signierfarbe.

Siehe auch: Signierstempel.

Glossar für...

  • Beschriftungstechnik
  • Codiertechnik
  • Kennzeichnungstechnik
  • Markiertechnik
  • Signiertechnik


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